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Info-Palettenhandel

Die Europalette – Vielfalt nach Norm

1.200 × 800 × 144 mm – diese Maße sind zum Inbegriff der Europalette geworden. Ob aus Kiefer, Tanne oder Fichte: Jede Palette verspricht genormte Längen. Diese Einheitlichkeit eröffnet eine große Vielfalt in der Verwendung. So gibt es mittlerweile diverse Gründe, aus denen Kunden Europaletten kaufen. Die wichtigsten Eigenschaften und Einsatzzwecke sind hier zusammengefasst.


Was ist eine Europalette?

Europaletten sind grundsätzlich aus Holz gefertigt und garantieren dem Anwender bestimmte genormte Eigenschaften. Neben den genannten Maßen ist jede Ausführung für eine maximale Traglast von 2000 Kilogramm vorgesehen. Punktuell gilt ein Belastbarkeitsgrenze von 1000 Kilogramm. Das Eigengewicht ist im Vergleich zur möglichen Traglast vergleichsweise gering: Eine Europalette wiegt etwa 20 bis 24 Kilogramm. Damit bietet sie zusammenfassend eine hohe Stabilität, ohne selbst besonders viel Masse mitzubringen.

Besondere Vorteile sind die einheitlichen Maße und die Zugänglichkeit von allen Seiten. Die Abmessungen sind sogar in einer eigenen Norm, der EN 13698-1 festgelegt. Daher können die Paletten in diversen industriellen Anwendungen standardisiert zum Einsatz kommen. Es gibt zum Beispiel Maschinen, die eigens dafür ausgelegt sind, Waren auf einer Mehrwegpalette nach EN 13698-1 zu packen.

Die Einsatzmöglichkeiten: von Transport bis Deko

Die ursprünglichen Verwendungszwecke der Paletten sind Lagerung und Transport. Dank der ebenen Unterseite können sie problemlos auf einem Hallenboden oder im Regal abgestellt werden. Auch für den Transport ist das Design der Paletten besonders praktisch: Sie lassen sich von allen vier Seiten mit einem Gabelstapler aufnehmen. Auf diese Weise können Anwender Waren mühelos verräumen und verladen. Auf dem Transportweg sorgen die Holzunterlagen ebenfalls für einen sicheren Stand und eine effiziente Beladung von Transportflächen.

Zudem sind neue Europaletten MFH-tauglich. Diese Abkürzung steht für Maschinen, Fördertechnik und Hochregallager. Übersetzt eignen sich die Mehrwegpaletten also zum Beispiel für die automatisierte Fertigung und Beförderung. Ebenso lassen sie sich platzsparend im Hochregal verstauen. In jüngerer Vergangenheit sind Holzpaletten für Bastler interessant geworden. Aus den (meist gebrauchten) Holzbauteilen entstehen Bänke, Schränke und viele andere DIY-Möbel.

Qualitätsstufen von Europaletten

Wer Europaletten kaufen möchte, sollte sich unbedingt mit den Qualitätsstufen auseinandersetzen. Das ist wichtig, weil nicht jede Palette alle Anforderungen erfüllt. Am sichersten ist die Wahl einer neuen Transportpalette, weile diese keine Beschädigungen aufweist und entsprechend alle Einsatzmöglichkeiten erlaubt. In manchen Bereichen, zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie, sind ausschließlich neue Holzpaletten erlaubt.

Wer hingegen für das Lager möglichst günstige Europaletten kaufen will, kann auch auf Klasse A oder Klasse B zurückgreifen. Diese Modelle waren zwar schon in Verwendung und haben Gebrauchsspuren, sie sind aber noch einsatzfähig. Klasse C hingegen umfasst ältere Varianten mit Reparaturbedarf. Grundsätzlich sind die genormten Holzelemente robust gestaltet, sodass sie sich nicht nur als Einwegpaletten eignen.

Zubehör und Sonderanforderungen

Passend zur Europalette gibt es verschiedenes Zubehör, besonders interessant ist die Gitterbox. Sie wird auf dem Holz montiert und sorgt dafür, dass eine rundum begrenzte Kiste entsteht. So lassen sich Einzelteile bis zu einer bestimmten Größe sehr einfach und preiswert lagern. Die Gitterbox ist außerdem so gestaltet, dass sich Holzpaletten übereinander stapeln lassen. Eine weitere Besonderheit ist der Einsatz von Einwegpaletten, zum Beispiel für den Export. Ob sich die genormten Varianten hierfür eignen, hängt vom Einzelfall ab.